Leserbrief vom 29.03.2012

Angeklagter beteuert seine Unschuld. Seine Familie braucht Ihre Unterstützung!

Schaafheimer Zeitung 29.03.2012

Im April 2009 gelangte Babenhausen wieder in die negativen Schlagzeilen.
Nach einem Jahr erfolgloser Ermittlungen geriet der Nachbar, im Doppelmordprozess von Babenhausen in den Fokus der Ermittlungen. Diese "Jagd" endete am 19. Juli 2011 mit dessen Verurteilung. Andreas D. beteuerte stets seine Unschuld. In einem von vielen Prozessbeobachtern als einseitig ermittelten und skandalösen Prozess wurde er zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. Seine Familie, Freunde und Bekannte sowie der Verein "Monte Christo e.V. Babenhausen" halten diese Verurteilung für nicht gerechtfertigt. Die Verteidigung legte Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe ein. Um auf solche Missstände in der deutschen Justiz aufmerksam zu machen, wird der Verein "Monte Christo e.V." beim Babenhäuser Ostermarkt mit einem Stand vertreten sein. Es wird eine Petition ausliegen, die sich gegen diese einseitigen Ermittlungen wendet.

Kommen Sie am Ostermarkt zum Stand des Vereins und unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift diese Petition. Sie haben die Möglichkeit, am Samstag ab 12 Uhr und am Sonntag ab 14.30 Uhr mit der Ehefrau des mutmaßlich zu Unrecht verurteilten ins Gespräch zu kommen.

Die Tat ereignete sich frühmorgens in einer Reihenhauszeile in Babenhausen.
Der Täter (oder die Täter?) hatte/n im Reihenhaus mit Waffe ein Ehepaar getötet und die autistische Tochter schwer verwundet. Bei der Tat wurde den Ermittlungen zufolge ein selbstgebauter Schalldämpfer benutzt. Eine Bauanleitung für diesen wurde auf einer Schweizer Internetseite www.silencer.ch herunter geladen. Nach Recherchen der Sonderkommission wurde diese Bauanleitung, unter anderen auch von der IP Adresse eines bekannten Babenhäuser Bauunternehmen herunter geladen. Da der Nachbar bei dieser Firma seit vielen Jahren beschäftigt war, wurde diese Spur nur in diese eine Richtung weiter verfolgt. Dies ist das Hauptindiz gegen den mutmaßlichen Täter.

Bei den Ermittlungen gab es nur eine "Pech, Pannen und Pleiten-Serie"!

  • Es ist unvorstellbar, dass der Gerichtsmediziner nicht die genaue Tatzeit ermittelte, weil er keinen Auftrag hatte!
  • Der angeblich benutzte Schalldämpfer wurde bei der Rekonstruktion durch das Bundeskriminalamt benutzt und flog auseinander. Hier hätte der Täter wohl Verletzungen davon getragen. Der "angebliche" Täter hatte keine!
  • Spezialhunde mit Spezialausbildung haben keine Übereinstimmung einer Geruchsprobe des Angeklagten am Tatort gefunden. "Dieser Geruch war nicht im Haus", hieß es im Video.
  • Bei der Überprüfung der Rechner der Baufirma lagen mindesten 9 Stunden zwischen der Bekanntgabe bei der Geschäftsleitung und der Spiegelung der Firmenrechner vor. 3 Laptops wurden erst 8 Wochen später gespiegelt. Darunter auch der des Systemadministrators des Bauunternehmens. Es wurde belegt, dass er über acht Stunden auf seinem PC Daten löschte, bevor dieser der Sonderkommision übergeben wurde. Das wurde im Prozess nicht berücksichtigt!
  • Die Finanzen und Geschäfte des Opfers waren nicht relevant. Das die Firma der Opferfamilie nahezu pleite war und keine Abschlüsse mehr durch die Fima der Familie Toll in den letzten Jahren getätigt wurden, wurde im Prozess erwähnt - jedoch auch beim Plädoyer der Verteidigung nicht gewürdigt. Auch Kontakte zu den Hell Angels wurden nicht weiter verfolgt.
  • Sämtliche Abhörmaßnahmen, auch im Auto der Ehefrau, brachten keinen Erfolg. Auch hier konnten weder Beweise noch Indizien ermittelt werden.

In Darmstadt wurde erst vor kurzem dem damaligen Gericht eine "Ohrfeige" gegeben, weil ein Lehrer im Odenwald, der angeblich seine Kollegin unsittlich belästigt hatte und behauptete unschuldig zu sein die Strafe zu 100 % absitzen musste. Jetzt stellte sich durch einen anderen Richterspruch die Unschuld heraus. Das damalige Gericht hat sich bis dato noch nicht bei diesem Unschuldigen blicken lassen.

Es zeigt sich in unserem Rechtsstaat, dass trotz vieler Gesetze der Einzelne verloren ist, wenn ihn die Justiz in Ihren Fängen hat! Obwohl der Grundsatz "In dubio pro reo." bei jedem Verfahren gelten sollte, wurden in diesem Fall alle Zweifel dem Angeklagten angelastet. Beim Urteil wurde als "erschwerend" betrachtet, dass er nicht "geständig" war!

Ein Unschuldiger soll sich "schuldig" bekennen, damit er ein milderes Urteil bekommt??!!

Besuchen Sie die Präsenz des Vereins Monte Christo e.V. auf dem Babenhäuser Ostermarkt am kommenden Wochenende. Ihre Unterschrift auf der Petition kann eventuell einem Unschuldigen helfen, sich aus den Fängen der Justiz zu befreien.

W. Roth, Schaafheim

 
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